„Wir brauchen…“

Manchmal liest man so nebenbei eine Information, die einem aber trotzdem kurz den Boden unter den Füßen wegzieht: Dirk Andresen, der Sprecher der Landwirte-Protest-Initiative „Land schafft Verbindung“ hat in einem Zeitungsinterview dieser Tage gesagt: „Wir brauchen jeden Tag 160 000 Schweine und 1,5 Millionen Hühner.“ Die Zahl wird wohl stimmen. Aber ob Deutschland diese Mengen wirklich täglich(!) „braucht“, ja ob „wir“ sie brauchen – das ist nicht in den berühmten Stein ewiger Selbstverständlichkeiten gemeißelt.

Die ernsten Probleme der Landwirte selbst und die ernsten Probleme des Planeten werden nicht gelöst werden können, wenn wir alle nicht bereit sind, unsere Gewohnheiten (das was wir wirklich „brauchen“) zu überprüfen und dann zielgerichtet zu verändern. Für mich steht fest: Die heute üblichen Mengen sind in vieler Hinsicht absurd und nicht zu rechtfertigen. Das gilt auch und vor allem für unseren Verbrauch tierischer Produkte. Hier wäre weniger ganz bestimmt mehr – in ökologischer, gesundheitlicher und vor allem auch tierethischer Hinsicht. 

Bernhard Suttner


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